24.11.16

Von Missverständnissen und Aufstellern

Auf den Tag genau einen Monat ist es her seit meinem letzten Post. Hier läuft einfach zu viel anderes... Dabei habe ich wirklich auch fleissig genäht in letzter Zeit und zwar für mich. Nur konnte ich die Sachen noch nicht fotografieren. Ich hoffe, es klappt bald mal!
Hier aber noch ein ganz grosser Aufsteller in diesem Jahr!

Bei uns im Garten steht ein Baum. Dieser Baum trägt rote Früchte.
Bis anhin meinten wir, die seien ungeniessbar. Die Schweinerei, die diese runtergefallenen Beeren am Boden, Schuhen etc. anrichteten, machte den Baum nicht gerade beliebt.
Dabei war alles nur ein Missverständnis!
Meine Mutter sagte mal, dies sei ein Hartriegel. Ich las nach, Hartriegels Beeren sind giftig, also Finger weg. Der Baum gehört zwar in die Hartriegel-Familie, ist aber tatsächlich ein Kornelkirschenbaum. Und Kornelkirschen sind extrem gesund! Und dies habe ich dieses Jahr dank einer Fotosearch im Netz herausgefunden. Dabei habe ich auch gleich noch allerlei interessante Rezepte gefunden. 
Also nix wie los und alle Beeren fleissig aufgelesen oder abgelesen.
 Die ganz dunkelroten (fast schwarzrot) kann man roh sehr gut essen, die schmecken süss mit einer leicht bitteren Note, der Geschmack erinnerte mich an Cranberries. Für Konfitüre eignen sich aber auch die etwas helleren tiefroten sehr gut. Das ganze ist eine ziemliche Arbeit, denn in der Mitte sitzt ein Kern, der nicht einfach so herausflutscht. Für 800g vom Kern geschnittene Beeren kann man dann schon mal eineinhalb Tatort-Längen lang dran sein. Aber es lohnt sich! Ich habe die Beeren mit etwas frischen Orangensaft und wenig Zitronensaft zusammen zur Konfitüre verarbeitet. Und die schmeckt echt lecker. Ich hab's nämlich bei der Konfi gerne, wenn sie leicht säuerlich ist.

Dann habe ich mich auch an einem Sirup versucht, der soll ganz gut sein bei Durchfallerkrankungen und nach den letzten Wochen ist der jetzt aufgebraucht...

Und dann habe ich hier noch ein anderes Rezept gefunden. Dafür kann man sogar die unreifen weissen oder orangen Beeren verwenden und man muss den Stein nicht entfernen. Sie werden in Essig heiss eingemacht und schmecken dann lecker zu salzigen Sachen wie Raclette oder auch als Apero. Sie nennen es falsche Oliven. Für mich schmecken sie zwar lecker aber mit Oliven haben sie ausser der Form nichts gemein, da man die ja auch nicht in Essig einmacht.
Aber ich habe noch ein anderes Rezept entdeckt. Dazu gibt es leider kein Foto. Da legt man die unreifen Beeren zuerst tagelang in einer Salzlösung ein  und gibt sie dann mit Olivenöl in ein Glas. Da müssen sie erst noch ziehen und ich warte noch, bis ich sie probieren kann. Aber ich glaube, die werden wirklich wie Oliven schmecken. Ich hab nämlich eine vor dem Einmachen probiert und das war schon so ähnlich. Das Rezept habe ich von hier.
Also ich bin ziemlich happy mit der Ausbeute und freu mich jetzt den ganzen Winter lang über die eingemachten Schätze und nächstes Jahr wieder auf die Ernte.

1 Kommentar:

fadegrad.blogspot.ch hat gesagt…

Mmm, sieht sehr fein aus. Ich habe vorgestern noch ein paar Himbeeren gefunden im Garten, leider zu wenig um etwas daraus zu machen, dafür haben sie sehr fein geschmeckt.
Herzliche Grüsse
Verena