07.03.16

Umarbeitung

 
In der letzten Zeit habe ich ziemlich viele Schmuck-Umarbeitungen gemacht. Leider habe ich meistens vergessen, das davor festzuhalten. Dabei ist es ganz interessant zu sehen, was möglich ist.
Bei diesem Ring habe ich sogar noch einige Arbeitsschritte mit fotografiert, so dass ich euch nun zeigen kann, wie ich vorgehe.
 
Ausgangsmaterial:
Ausgangsmaterial waren zwei Eheringe aus Gelbgold, ein Weissgoldring mit drei kleinen Brillanten und ein Ring Weiss-Gelbgold mit einem grossen Brillant. Schlichte einfarbige Ringe sind immer gutes Ausgangsmaterial. Ketteli hingegen zum Beispiel nicht. Ich erkläre hier gerne mal warum. Überall wo etwas zusammengesetzt ist, braucht es Lot. Lot schmilzt bei tieferen Temperaturen. Das ist von Vorteil, wenn man zwei Teile zusammen festmachen will. Beim Einschmelzen hingegen, macht es das Material kaputt. Das heisst, bevor ich etwas einschmelze muss das Lot gut entfernt werden. Bei einer Kette hat es bei jedem Glied eine kleine Lotstelle, deshalb eignen sich solche nicht als Ausgangsmaterial. Kompliziert zusammengesetzte oder grossflächig gelötete Ringe, Anhänger oder Ohrstecker ebenfalls nicht. Bei diesen Vier Ringen musste ich lediglich beim zweifarbigen Ring etwas mehr Zeit investieren, um die Lotstellen zu säubern.
 
Die Ideen/Vorschläge:
Die Kundin sagte, es wäre schön, wenn der Ring ein bisschen zu diesem Anhänger passen würde, war aber auch offen für andere Vorschläge.
 
Dies waren meine 5 Vorschläge. Sie hat sich für Nummer zwei entschieden, also ziemlich nah am Anhänger von Form und Einteilung.

Die Umarbeitung:
 Hier seht ihr, wie ich das Gelbgold zusammenschmelze.
 (sieht nicht wirklich wie Gelbgold aus oder?)
 Nach dem Schmelzen habe ich das Material in Form und auf die richtige Dicke gewalzt und dann zu einem Ring geformt.
 Aus dem zusammengeschmolzenen Weissgold habe ich einen Draht gezogen, aus diesem zwei Ringe geformt und auf den Ring gelötet. Der grosse Brillant kam mitsamt der Fassung ebenfalls in den neuen Ring. Dann noch ein bisschen Finish damit der Ring zum Anhänger passt.

Danach kam der Ring noch zum Fasser, der dann die drei kleinen Brilläntchen  gefasst hat.
Und nun ist aus altem Material etwas neues entstanden. Und wie immer war die Freude gross... bei der Kundin, aber auch bei mir...

1 Kommentar:

fadegrad.blogspot.ch hat gesagt…

Hallo Monika
Ich finde es sehr spannend dir über "die Schulter zu schauen". Der Ring ist wunderschön, ich kann deine Freude und die deiner Kundin sehr gut nachvollziehen.
Herzliche Grüsse
Verena